Freitag, 28. September 2012

Robben fehlt in Bremen, Müller wieder fit - Stuttgarts Okazaki fällt aus


München - 15 Punkte, 17:2 Tore, Tabellenplatz 1 - der FC Bayern München hat einen Rekordstart in der Bundesliga hingelegt. Auch beim SV Werder Bremen wollen die Bayern ihre Siegesserie fortsetzen - allerdings ohne Arjen Robben, dafür wieder mit Thomas Müller (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Außerdem hat Hannover 96 zuletzt gegen Nürnberg wieder überzeugt, auch wenn die Verletzung von Leon Andreasen die Freude trübte. Gegner Hamburger SV scheint pünktlich zum 125. Vereinsjubiläum wieder in Form zu sein.


Am anderen Ende der Tabelle wartet der VfB Stuttgart noch immer auf den ersten Saisonsieg. Im Duell der Unzufriedenen treffen die Schwaben auf den 1. FC Nürnberg, der nach dem guten Saisonstart zuletzt zwei Niederlagen in Folge kassierte. Außerdem will Bayer 04 Leverkusen seinen leichten Aufwärtstrend gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth bestätigen. Die TSG 1899 Hoffenheim strebt den dritten Sieg in Serie an - Gegner FC Augsburg will den ersten Saisonerfolg. bundesliga.de blickt auf die Samstagsspiele.

Freitag, 17. August 2012

Die Saison 2011/12 geht in die Geschichte ein




München - In 50 Jahren Bundesliga wurden in positiver wie negativer Hinsicht viele Bestmarken aufgestellt. Teil 3 des großen Rekord-Rückblicks zeigt die Bestmarken der vergangenen Saison auf. Borussia Dortmund schafft es ebenso in die Geschichtsbücher wie die Zuschauer der Bundesliga.


Doch wer hat in der vergangenen Saison diese historischen Leistungen vollbracht? bundesliga.de hat alle wichtigen Rekordmarken der Spielzeit 2011/12 aufgelistet.

Das schnellste Tor 2011/12 (23 Sekunden):

- Mario Gomez (7. April 2012, Bayern - Augsburg)

Die torreichsten Spiele 2011/12 (acht Tore)

- Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 4:4 (30.3.12)
- Bayern München - 1899 Hoffenheim 7:1 (10.3.12)
- Werder Bremen - SC Freiburg 5:3 (20.8.11)

Längste Siegesserie aktuell 2011/12 (acht Siege)

- Borussia Dortmund (17. bis 24. Spieltag)
- Dortmund gewann zudem die letzten sechs Saisonspiele 11/12

Längste Niederlagenserie 2011/12 (sechs Niederlagen)

- 1. FC Kaiserslautern (26. bis 31. Spieltag)
- Hertha BSC (18. bis 23. Spieltag)
- Werder Bremen verlor die letzten vier Saisonspiele 11/12

Längste Serie ohne Niederlage 2011/12 (28 Spiele)

- Borussia Dortmund (Rekord) - die Serie läuft noch

Remis-Könige 2011/12

- FC Augsburg (14 Mal)

Heim- und auswärtsstärkstes Team 2011/12

Heim: Borussia Dortmund (44 Punkte: 14 Siege, zwei Remis, eine Niederlage)
Auswärts: Borussia Dortmund (37 Punkte: elf Siege, vier Remis, zwei Niederlagen)

Meiste Torvorlagen 2011/12

- Franck Ribery (zwölf) (Historisch nicht erfasst)

Tore in der vergangenen Saison vorbereitet über

- Links: 224
- Halblinks: 190
- Halbrechts: 214
- Rechts: 247

Tore erzielt mit...

- Kopf: 159
- Links: 253
- Rechts: 439
- Sonstige: 6

Am häufigsten im Abseits 2011/12

Mannschaft: Mainz 05 (141 Mal)
Spieler: Mario Gomez und Tomas Pekhart (je 45 Mal)

Den Gegner am häufigsten ins Abseits gestellt 2011/12

- VfL Wolfsburg (188 Mal)

Die meisten Fouls 2011/12

Mannschaft: VfL Wolfsburg (644)
Spieler: Mario Mandzukic (96)

Am häufigsten gefoult 2011/12

Mannschaft: FC Augsburg (587 Mal) 
Spieler: Franck Ribery (96)

Zuschauerdurchschnitt 2011/12

- 45.116 (Rekord)

Mehr als exotische Lückenbüßer




München - Die Lücke, die Olivier Occean im Angriff der SpVgg Greuther Fürth hinterlassen hat, ist nicht groß. Sie ist sehr groß. Immerhin war der Kanadier, der in der kommenden Saison für Mit-Aufsteiger Eintracht Frankfurt auf Torejagd gehen wird, mit 17 Treffern und neun Vorlagen erfolgreichster Scorer des "Kleeblatts" in der vergangenen Zweitliga-Saison.


Ganz schön gewaltige Fußstapfen, in die gleich zwei neue Stürmer treten sollen.Djiby Fall und Franck Ohandza heißen die beiden Spieler, die in der kommenden Saison die Spitze des Fürther Angriffs bilden sollen. Wobei sich die Hoffnungen der Franken vorerst ausschließlich auf Fall konzentrieren werden, da der 21-jährige Ohandza derzeit noch an den Folgen eines Wadenbeinbruches, den er sich Mitte Mai zugezogen hatte, laboriert. 

Torjäger in der Warteschleife



Daher steigt der Kameruner erst Mitte August ins Training ein, zuerst bei der U 23, über die er sich an den Profikader heranarbeiten soll. Dass er Torjägerqualitäten mitbringt, stellte er bei seinem thailändischen Club Buriram United, der Ohandza für ein Jahr an Fürth ausleiht, unter Beweis. 

Mit 23 Toren in 25 Partien gewann der kompakte Stürmer (70 kg bei 1,76 m Körpergröße) den "Goldenen Schuh" als bester Torjäger der Thai Premier League, und hatte somit großen Anteil daran, dass Buriram im vergangenen Jahr Meister und Pokalsieger wurde.

Zahlreiche Erfahrungen



Sofort-Hilfe soll und kann Djiby Fall leisten. Der 1,86 m große und 80 kg schwere Senegalese "ist das, was wir gebraucht haben", sagt Fürths Präsident Helmut Hack. Heißt: kopfballstark, ballsicher und erfahren. Besonders in letzterer Kategorie hat der 27-Jährige einiges vorzuweisen. 

In den vergangenen neun Jahren spielte er - inklusive seiner Heimat und Deutschland - in acht verschiedenen Ländern! "Er hatte in drei Jahren mehr Vereine als ich in meiner ganzen Karriere", scherzt Trainer Mike Büskens über Fall, der auch daraus einen Vorteil zieht: "Ich hatte die Chance, in vielen Ländern zu spielen. Diese Erfahrungen helfen mir."

Durchbruch in Odense



Begonnen hat die Reise des Wandervogels im Alter von 18 Jahren, als er seine senegalesische Heimat in Richtung Frankreich verließ, wo er in der Jugendakademie des AJ Auxerre unterkam. Von dort ging es erst zum französischen Club AS Vitre und dann, mit 21 Jahren, nach Dänemark zum Randers FC.

Nach einem Jahr in Europas Norden zog es Fall in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo er aber für Al Ain FC nur auf drei Einsätze und ein Tor kommen sollte. Folglich verabschiedete sich der zweifache Nationalspieler des Senegal nach nur einem Jahr und kehrte nach Dänemark zurück. 

Nachdem er für Randers in der Saison 2006/07 bereits 14 Mal in 30 Partien getroffen hatte, gelangen ihm für Odense BK 2008/09 in 31 Spielen sogar 19 Tore und Fall wurde zum besten Spieler der dänischen Superliga gewählt.

Über Moskau nach Molde



Solche Ehren machten größere Clubs auf das kopfballstarke Talent aufmerksam. Am Ende holte Lokomotive Moskau den damals 24-Jährigen in die russische Hauptstadt. Durchsetzen konnte er sich bei LOK jedoch nicht. In 15 Einsätzen blieb er torlos.

Daher liehen die Russen den Rechtsfuß nach Norwegen aus, wo er erneut großen Erfolg hatte. Bei Molde FK avancierte er mit 16 Treffern zum Torschützenkönig in der Tippeligaen. Danach ging es, erneut als Leihgeschäft seitens Lokomotive Moskau, wieder zurück nach Odense. Diesmal war er für den Boldklub in zehn Partien aber nur zwei Mal erfolgreich.

"Entspricht unserem Anforderungsprofil"



Anfang 2012 wechselte Fall schließlich zum belgischen Erstligisten Sporting Lokeren, für den er in acht Ligaspielen fünf Tore erzielte und belgischer Pokalsieger wurde, ehe es ihn zur SpVgg Greuther Fürth zog, bei der er einen Vertrag bis 2015 unterzeichnete.

Im Frankenland hofft man nun, dass Djiby Fall an seine erfolgreichen Spielzeiten in Dänemark und Norwegen anknüpfen und mit seinen Treffern den Klassenerhalt in der Bundesliga sichern wird. "Wir haben den Spieler gefunden, der genau unserem Anforderungsprofil für diese Position entspricht", sagt Präsident Hack. Klingt so, als wäre die Lücke, die Occeans Abgang gerissen hat, bereits geschlossen.

Badelj gehören Zukunft und Gegenwart




München - Milan Badelj heißt die neue "Allzweckwaffe" im Mittelfeld des Hamburger SV. Doch der kroatische Nationalspieler soll vorher noch seinem derzeitigen Verein Dinamo Zagreb dabei helfen, die Champions-League-Gruppenphase zu erreichen. Der HSV muss sich also noch bis Ende August gedulden, bevor Badelj aktiv in den Trainings- und Spielbetrieb eingreift. Für den gebürtigen Hamburger Ivan Klasnic, der zusammen mit dem 23-Jährigen in der Nationalmannschaft Kroatiens auflief, hat der HSV trotz der Verzögerung einen guten Fang gemacht.


"Milan Badelj ist ein talentierter und trotz seines jungen Alters bereis sehr erfahrener Spieler, der bei Dinamo Zagreb viel Erfolg hatte", sagt Klasnic bei bundesliga.de über den Neu-Hamburger. "Er ist ein spaßiger Typ, der hungrig auf Erfolg ist. Der HSV wird sehr viel Freude an ihm haben."

Sechs Titel in vier Jahren



Viel Freude hatte auch sein derzeitiger Verein Dinamo Zagreb an Badelj, der aus der eigenen Jugend stammt. Nach einer einjährigen Leihe in die dritte kroatische Liga zu Lokomotiva Zagreb wurde Badelj 2008 Stammspieler bei Dinamo. Der Taktgeber aus dem Mittelfeld gewann in den folgenden vier Jahren insgesamt vier Mal die kroatische Meisterschaft und zwei Mal den Pokal mit dem Hauptstadtclub.

"Milan ist ein sehr guter Techniker, der über ein super Passspiel verfügt. Er ist der Typ Spieler, der auf dem Platz überhaupt keine Hemmungen hat und jeden Ball haben will, selbst wenn es eng wird", sagt Mladen Petric über seinen Landsmann und Klasnic ergänzt: "Seine Umschaltfähigkeit von Defensive auf Offensive ist eine große Stärke von ihm."

"Er lenkt das Spiel von weiter hinten"



Insgesamt absolvierte Badelj 163 Pflichspiele für Zagreb und erzielte 29 Tore, was ihm den Weg in die kroatische Nationalmannschaft ebnete. Im Gegensatz zu den erfahrenen Spielern Klasnic und Petric wurde Badelj von Slaven Bilic in den kroatischen EM-Kader berufen. Zwar durfte der Mittelfeldspieler in Polen und der Ukraine nicht aktiv ins Geschehen eingreifen, dennoch ist sich Klasnic sicher, dass er viel dazu gelernt und sein fünftes A-Länderspiel schnell auf dem Konto hat. 

"Es war für ihn bestimmt eine gute Erfahrung das alles mitgemacht zu haben", sagt der Ex-Bremer. "Er ist für die Nationalmannschaft sehr wichtig und wird auch in naher Zukunft spielen, da bin ich mir sicher. Aber er ist auch noch jung und muss geduldig auf seine Chance warten. Er ist ein ruhiger Typ, der weiss was er will."

Und der HSV weiss, was er von ihm will. "Er hat etwas, was wir bislang in unserem Kader noch nicht haben. Er ist ein Spielmacher, aber kein klassischer 'Zehner'. Er lenkt das Spiel eher von weiter hinten, ist ein intelligenter Spieler mit einem sehr guten Passspiel", lobt HSV-Sportchef Frank Arnesen den Neuzugang. 

Die Eingewöhnungszeit fehlt



Auch die Tatsache, dass Badelj erst Ende August zum HSV stößt und damit die ersten drei Pflichtspiele der Saison verpasst, setzt die Verantwortlichen nicht unter Druck. "Natürlich hätte ich ihn gerne früher bei uns gesehen, aber das können wir nicht ändern. Er ist eine Investition in die Zukunft", sagt Hamburgs Trainer Torsten Fink.

Klasnic sieht das Fehlen von Badelj in der Vorbereitung mit gemischten Gefühlen. "Er wird eine Weile brauchen, um sich einzuleben. Wenn der HSV gut startet, wird er mehr Zeit zur Verfügung haben und langsamer an das Team herangeführt werden. Falls das nicht der Fall ist, sind seine Qualitäten früher gefragt."

Die sind jetzt auch erstmal noch in den Play-offs zur Champions League gefragt. Sollte die Qualifikation gelingen, würde sich für Badelj ein Kreis schließen. Schließlich debütierte der Mittelfeldspieler für Dinamo Zagreb ebenfalls in der Qualifikation zur Champions League. Damals reichte es nicht zum Erreichen der Gruppenphase. Dieses Mal soll es unbedingt gelingen. Allein damit sich die verspätete Ankunft in Hamburg lohnt.

Hummels mit Glück im Unglück




Dortmund - BVB-Innenverteidiger Mats Hummels hat sich im Freundschaftsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch in Frankfurt am Main gegen Argentinien eine Schädelprellung sowie eine Zerrung der Halswirbelsäule zugezogen. Das ergab die Untersuchung durch Borussia Dortmunds Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun.


Vorsichtshalber hatte Hummels die Nacht in Frankfurt verbracht und war erst am Donnerstag zurück nach Dortmund gereist. Laut Dr. Braun, der Mats Hummels für den Donnerstag eine Pause verordnete, ist ein Einsatz des Nationalspielers im DFB-Pokalspiel am Samstag in Bremen gegen den FC Oberneuland durchaus möglich.

BVB bangt auch um Kuba und Subotic




Dortmund - Mit Mats Hummels, Neven Subotic und Jakub Blaszczykowski kehrten drei Spieler mit mehr oder weniger leichten Verletzungen von ihren Nationalmannschaften zu Borussia Dortmund zurück.


Nach einem Schlag gegen das Sprunggelenk musste "Kuba" in der 83. Minute passen und sich ebenso verletzt auswechseln lassen wie Mats Hummels, der mit dem Argentinier Gonzalo Higuain kollidiert war und sich eine Schädelprellung sowie eine Zerrung der Halswirbelsäule zuzog. "Mats hat eine schlechte Nacht hinter sich", sagte Klopp. Neurologisch gibt es glücklicherweise keinen Befund, "aber wie schnell das wieder weg geht, kann ich nicht sagen".

"Mario ist in einer Top-Form, aber er ist noch nicht topfit"



Subotic zog sich bereits am Montag beim Training mit Serbiens Auswahl eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zu und verpasste deshalb das Länderspiel gegen Irland. "Die Diagnostik läuft", erklärte Klopp: "Neven sagt, es sei nicht so schlimm..." Es bleibt abzuwarten, ob sich das Trio bis zum Spiel am Samstag fit meldet. Eins stellte der Trainer bereits klar: "Wenn nur eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich eine Verletzung bei einem Einsatz verschlimmert, schicke ich ihn nicht ins Rennen." Mit Felipe Santana, Patrick Owomoyela und Koray Günter stehen drei weitere Innenverteidiger bereit.

Sebastian Kehl, und das ist die gute Nachricht, hat am Mittwoch eine sehr intensive Trainingseinheit über die komplette Distanz absolvieren können. "Es sieht so aus, als sei er einsatzbereit", meinte Klopp, wenngleich er einschränkte: "Eine Reizung wirkt sich erst nach einer Belastung aus." Bleibt zu hoffen, dass Kehl unter keinen Nachwirkungen zu leiden hat.

Dass Mario Götze auch im Länderspiel gegen Argentinien einige gute Szenen hatte, macht den Coach zuversichtlich, wobei er jedoch einen Startelf-Einsatz des offensiven Mittelfeldspielers ausschließt: "Mario ist in einer Top-Form, aber er ist noch nicht topfit."

"Wir müssen ein verschworener Haufen werden"




Düsseldorf - Nach drei Jahren beim SC Freiburg stürmt Stefan Reisinger seit diesem Sommer für Fortuna Düsseldorf. Dort soll der Angreifer mit seiner Erfahrung aus 72 Bundesliga- und 194 Zweitligapartien dabei helfen, den rheinischen Traditionsverein nach 15 Jahren Abstinenz wieder in der Bundesliga zu etablieren. Im Interview mit bundesliga.de spricht er über die Gründe für seinen Wechsel, den Spielabbruch gegen Benfica und ein Duell mit seinem Ex-Verein.


bundesliga.de: Herr Reisinger, mit 30 Jahren sind Sie erstmals zu einem Verein nördlich des Weißwurstäquators gewechselt. Wie schwer ist Ihnen das gefallen?

Stefan Reisinger: Geographisch musste ich mich schon umstellen. Aber das ist okay. Der Wechsel ging relativ schnell über die Bühne. Ich habe mit dem Trainer gesprochen, die Chemie passte. Ich musste nicht großartig überzeugt werden und wollte es machen. Dann habe ich meine Sachen gepackt und bin gleich nach Düsseldorf gekommen. Hier bin ich jetzt einer von relativ vielen neuen Spielern.

bundesliga.de: Warum sind Sie zur Fortuna gewechselt?

Reisinger: Ich wollte etwas Neues ausprobieren. Die Fortuna nimmt in der Bundesliga so ein bisschen die Außenseiterrolle ein. Es wird eine schwierige und spannende Aufgabe, auf die ich mich freue. Wir haben ein tolles Stadion, tolle Fans. Wir werden alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen. Und wir haben auch die Qualität dafür.

bundesliga.de: Was macht Sie da so sicher?

Reisinger: Wir müssen ein verschworener Haufen werden und über die Teamleistung kommen. Was dann möglich ist, habe ich in der letzten Rückrunde mit dem SC Freiburg erlebt. Uns hatte auch niemand auf dem Zettel, doch wir haben es geschafft. Die Mannschaft muss sich jetzt finden und sich schnellstmöglich an die Bundesliga gewöhnen. Denn dort werden die Fehler sofort bestraft.

bundesliga.de: In Freiburg kamen Sie in den letzten beiden Jahren kaum über die Jokerrolle hinaus. In der letzten Saison standen Sie nur fünf Mal in der Startelf. Wie sehen Sie Ihre Chancen in Düsseldorf? 

Reisinger: In Freiburg steckte ich in den letzten Jahren in dieser Jokerrolle. Das wollte ich ändern. Außerdem sind beim Sportclub ein paar Sachen passiert, die ich nicht akzeptieren konnte. In Düsseldorf stelle ich mich jetzt dem Konkurrenzkampf. Der Trainer hat mich schon auf verschiedenen Positionen eingesetzt, mal ganz vorne, mal rechts. Wir müssen jetzt die Abläufe einstudieren. Das braucht Zeit und geht nicht von heute auf morgen. Jetzt hoffen wir auf einen guten Start beim Pokalspiel in Burghausen an meiner ehemaligen Wirkungsstätte. 

bundesliga.de: Der letzte Test gegen Benfica endete unrühmlich mit einem Spielabbruch, weil ein Benfica-Profi den Schiedsrichter zu Boden gestoßen hatte. Keine optimale Vorbereitung auf den Ernstfall. 

Reisinger: Es war sehr ärgerlich, dass dieses Spiel abgebrochen wurde. Bis dahin haben wir gegen Benfica sehr ordentlich gespielt.

bundesliga.de: Mit welchem Ziel geht die Fortuna in die Saison?

Reisinger: Es wäre für einen Aufsteiger vermessen, ein anderes Saisonziel als den Klassenerhalt auszugeben. Wir müssen auch in Phasen, in denen es einmal nicht so läuft, die Ruhe bewahren. Und wir müssen unsere Heimstärke beibehalten. Das wird ein Schlüssel zum Erfolg. Auswärts dürfen wir natürlich auch gerne das eine oder andere Spiel gewinnen. 

bundesliga.de: Welche Rolle können Sie im Team übernehmen?

Reisinger: Ich gehöre schon zu den erfahrenen Spielern und stehe jedem Spieler gerne Rede und Antwort. Ein Führungsspieler wird man aber nicht durch Reden, sondern durch die Leistung auf dem Platz. 

bundesliga.de: Das erste Pflichtspiel der neuen Saison haben Sie schon angesprochen. Die Fortuna gastiert im Pokal bei Ihrem Ex-Verein in Burghausen. Wie gut ist Ihr Draht zu Wacker und wie schwierig wird die Aufgabe?

Reisinger: Ich habe noch Kontakte zu Wacker Burghausen, zu Ronald Schmidt zum Beispiel, mit dem ich noch zusammen gespielt habe. Ich freue mich auf das Spiel. Dort werden viele Freunde und die Familie vorbeischauen, die in der Nähe in Landshut lebt. Ich hatte damals eine tolle Zeit in Burghausen in der 2. Bundesliga. Es wird auch ein schweres Spiel. Wacker ist schon in seinem Spielrhythmus. Aber wir sind der Bundesligist und nicht nur auf der Papierform Favorit. Diese Rolle müssen wir annehmen.